Resilienz – wie stark bist du in Krisen?

 In Gesundheit, Glück

Krisen und Unsicherheiten gehören zum Leben, dafür brauchen wir die Resilienz

Mehr als alle Absicherungen brauchen wir Resilienz, innere Stärke. Krisen, Unsicherheiten – all das gehört zum Leben und lässt sich nicht wegmachen. Wir versuchen uns abzusichern, das Schlimmste vorauszusehen, Versicherungen abzuschließen, vorzusorgen, doch können wir niemals sicher sein, was auf uns zukommen wird.

Das Leben ist schön, und doch gibt es gleichzeitig die Krisen, Verluste und Niederlagen, die unser Leben von heute auf morgen umkrempeln können.

Resilienz zeigt sich in schweren Krankheiten und Krisen

Als ich selbst 2016 diesen schrecklichen Knoten in meiner Brust entdeckte, (auf YouTube berichte ich übrigens darüber) der allen Frauen so große Angst macht, wollte auch ich mich den Tatsachen erstmal nicht stellen. Meine Welt brach zusammen, dann fing ich an, die Tatsache zu ignorieren, dass ich Brustkrebs hatte. Doch ich wäre kein guter Trainer und Mentor, wenn ich nicht selbst die Dinge umsetzen würde, die ich in den 30 Jahren mit der Arbeit mit Menschen gelernt habe.

Ich beschloss, eine Entscheidung zu treffen: für mein Leben. Und dann holte ich all die Kräfte und Stärken, die in jedem schlummern, hervor und verbot mir, mich als Opfer zu betrachten. Wie du siehst, schreibe ich diesen Ratgeber und habe mit der mir innewohnenden Kraft aus dieser Situation viel gelernt. So schrecklich es auch sein mag, wir sind in der Lage, über uns hinaus zu wachsen. Und du kannst das auch.

Möchtest Du wissen, wie resilient du selbst bist?

Doch vielleicht möchtest du erst einmal wissen, wie widerstandsfähig und resilient du überhaupt bist – dazu habe ich am Ende des Artikels einen Test für dich vorbereitet. Du kannst dir auch das Video auf YouTube ansehen um zu erfahren, was alles zeigt, wie souverän du in Krisen bist und welche Faktoren die Resilienz eines Menschen ausmachen.

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Wie souverän bist du in Krisen – teste jetzt deine Resilienz

Dass ich selbst in Krisen sehr resilient bin, habe ich schon mehrfach feststellen dürfen. Ob es mein Brustkrebs war, Unfälle auf der Autobahn oder familiäre Dramen: Ich war immer recht sattelfest und habe mich schnell wieder gefangen, nach Lösungen gesucht. 

Warum manche Menschen krisenfester sind als andere, das hat verschiedene Ursachen, liegt aber unter anderem auch den Genen. Und doch: Resilienz kannst Du trainieren.

Was genau sind Resilienz und Widerstandskraft

Resilienz beschäftigt sich ausgiebig mit der Frage, was der Mensch braucht, um in herausfordernden Situationen und Krisen schneller wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.

Grob gesagt: Es geht um Stress und Stressoren beim Thema Resilienz.  Wie souverän bist du in Krisen? Wie kannst Du das Leben bewältigen, auch wenn es mal holperig ist? Wie ruhig bleibst du, wenn es kriselt? Wie schnell stehst du wieder auf, wenn du gefallen bist?

Gerade in Zeiten wie diesen, in denen Corona uns in ständig neue Lebenssituationen wirft, ist es wichtig, zu wissen, was einem im Leben Kraft gibt und wie man sich stärken kann.

Kann jeder seine Resilienz trainieren?

Ja: Zunächst ist es eine wichtige Information, dass dies überhaupt möglich ist. Jeder ist in der Lage, seine Resilienz, also seine Widerstandsfähigkeit, zu trainieren.  Wir Menschen sind Schöpfer.

Ich möchte nicht behaupten, dass alles möglich ist – doch eine Menge mehr ist möglich, als die meisten glauben. Auch du kannst deine Resilienz stärken und trainieren!

Es steckt viel ungenutztes Potential in jedem von uns. Generell ist es möglich, das Leben zum Positiven zu verändern, indem eigene Fähigkeiten erkannt und gestärkt werden, um so eine gesunde Lebensweise unterstützen zu können. Worum es in erster Linie geht: Stressvermeidung, denn in stressigen Situationen sind auch wieder die Gefühle im Spiel. Der präfrontale Cortex, der die Gefühle steuert, sorgt dafür, dass wir nicht mehr auf unsere Ressourcen zugreifen können.

Du bist resilient, wenn Du..

Ich möchte Dir einige wichtige Faktoren nennen, die Dir zeigen, ob Du resilient bist.

Du bist resilient, wenn du

… nicht alles persönlich nimmst und mit deinem Kummer oder deiner Traurigkeit gut umgehen kannst und es auch schaffst, dich wieder in bessere Gefühle aufzuschwingen.

… intrinsisch motiviert bist und es schaffst, dich Herausforderungen in deinem Leben zu stellen.

… so viel Lebensfreude und Lust am Leben hast, dass du alles daran setzt, dein Leben positiv zu gestalten.

… deine Wut im Zaum halten kannst und deine negativen Gefühle oder Impulse kontrollieren oder auch umlenken kannst.

… gut spürst, wann du gestresst bist.

… dich schnell wieder in die eigene Mitte bringen kannst, wenn es mal „gecrasht“ hat.

… nach Lösungen suchen kannst und optimistisch bleibst. … in Teams flexibel und konfliktfähig bist.

… ein gutes Körpergefühl hast, achtsam lebst und auf deine Gesundheit Wert legst.

… Veränderungen nicht negativ gegenüber stehst, sondern sie als Bestandteil des Lebens akzeptierst und dich hier einfindest und im Fluss bleibst.

… Entspannung suchst, um dich fit zu halten.

… deine Emotionen ganz gut unter Kontrolle hast und deine Impulse kontrollieren kannst.

… du Dinge erst analysierst, bevor du spontan oder emotional handelst.

… deine Atmung natürlich fließt und du spürst, wie du sie einsetzen kannst, um ruhig zu bleiben.

… ehrlich zu dir selbst sein kannst, um Veränderungsprozesse einleiten zu können.

… ehrlich zu anderen sein kannst und mögliche Konsequenzen zu tragen bereit bist.

… dich nicht von anderen abhängig machst, weil du deine Kompetenz in Frage stellst.

… in „sowohl-als-auch“ denken kannst.

… dich gut fokussieren kannst und dich nicht vom außen ablenken lässt: Du ruhst in dir.

… du Ziele hast, die du noch verwirklichen möchtest, Visionen, Wünsche.

… wenn du dich gut kennst, wenn du weißt, was du brauchst, um glücklich zu sein.

Selbsttest Resilienz

Prüfe für dich im Selbsttest, wie es um deine Resilienz steht. Beantworte die Fragen zu deiner Widerstandfähigkeit ehrlich. Auf einer Skala von 1 – 5 beantwortest du ohne viel nachdenken und rechnest dann die Punkte zusammen.

Schau einfach, in welchem Bereich du liegst und ob es für dich sinnvoll ist an deiner Resilienz zu arbeiten.

Dieser Test hilft dir, dich einzuschätzen und deinen Standort zu bestimmen.

0 = stimmt überhaupt nicht
1 = stimmt kaum
2 = stimmt ein wenig
3 = ja, so ist es oft
4 = das beschreibt mich meistens 5 = das bin ich

  1. Ich bin eher ein Stehaufmännchen und bleibe in Krisen relativ ruhig.
    0–1–2–3–4–5
  2. Es kann mich nicht jeder mögen, und das ist etwas, was ich auch nicht erwarte.
    0–1–2–3–4–5
  3. Wenn ich etwas begonnen habe, dann verfolge ich es hartnäckig und will es zu Ende bringen.
    0–1–2–3–4–5
  4. Was passiert, passiert – damit kann ich umgehen.
    0–1–2–3–4–5
  5. Verzwickte Situationen fordern mich heraus.
    0–1–2–3–4–5
  6. Ich bin multitaskingfähig.
    0–1–2–3–4–5
  7. Eigentlich bringe ich alles zu Ende, auch wenn nicht immer mit Bestnote, doch ich komme immer durch.
    0–1–2–3–4–5
  8. So wie ich bin, finde ich mich gut.
    0–1–2–3–4–5
  9. Meine Entschlossenheit bringt mich zum Ziel.
    0–1–2–3–4–5
  10. Vieles interessiert mich und ich bleibe auch interessiert dabei.
    0–1–2–3–4–5
  11. Für mich hat alles zwei Seiten – oder mehr.
    0–1–2–3–4–5
  12. Auch Sachen, auf die ich keine Lust habe, erledige ich.
    0–1–2–3–4–5
  13. Was erledigt werden muss, das schaffe ich in der Regel auch.
    0–1–2–3–4–5

Auswertung des Selbsttests Resilienz – wie resilient bist du?

33 – 65 Punkte: hohe Resilienz

Deine Widerstandskraft bzw. Resilienz ist recht hoch. Du kannst gut mit unvorhergesehenen Situationen und auch extremeren Herausforderungen umgehen. Du bleibst gelassen, wenn es brenzlig ist, und kannst Lösungen für Probleme finden.

0 – 32 Punkte: niedrige Resilienz

Deine Widerstandskraft (Resilienz) darf noch verbessert werden. Es fällt dir häufig nicht so leicht, mit Herausforderungen im Leben umzugehen. Du könnest lernen, nicht so schnell aufzugeben und an einer Sache dranzubleiben, denn häufig lohnt sich dies – viele Menschen geben zu schnell auf, obwohl die Situation erfolgversprechend wäre.

Fragen, die sich aus dem Resilienztest ergeben: 

  • Welche Erkenntnisse nehme ich aus diesem Resilienz-Test mit?
  • In welchen Bereichen habe ich mir wenige Punkte gegeben und darf etwas tun, um meine Resilienz zu verbessern?
  • In welchen Bereichen habe ich mehr als 3 Punkte gegeben?

Wenn du mehr über Resilienz wissen möchtest, und wie du sie trainieren kannst, lies auch meinen nächsten Artikel zum Thema.

Möchtest Du wissen,
wie du zu mehr Resilienz kommst?

Schau doch mal in mein Buch oder auf meinen YOUTUBE Kanal – hier findest du wertvolle Informationen und wichtige Tipps. Am besten den Kanal abonnieren und nichts verpassen. 

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