Fataler Anruf vom Frauenarzt

 In Angst, Gebärmutterhalskrebs, Gesundheit, Körperbeschwerden verstehen, Krise als Chance

Nichtsahnend machst Du – wie immer regelmäßig – Deine Routineuntersuchungen und aus heiterem Himmel kommt der Anruf. Der Frauenarzt teilt Dir mit, dass die Ergebnisse nicht so gut sind. Sofort fängt Dein Herz an zu rasen, Du bist nicht gut informiert, weißt gar nicht genau was los ist.

Ist das jetzt Krebs? Bist Du unheilbar krank? Die Gedanken sind mit einem Mal so laut, dass Du gar nicht mehr hörst, was der Gyn Dir überhaupt mitzuteilen versucht.

Fataler Anruf vom Frauenarzt nach der Vorsorge

Gebärmutterhalskrebs: Pap-Abstrich ist auffällig, was heißt das genau?

Schlechte Pap-Werte nach dem Abstrich beim Frauenarzt.
Der absolute Schock für jede Frau. Natürlich bin auch ich immer regelmäßig zum Frauenarzt gegangen.

Als ich vor vielen Jahren die „Diagnose“ Pap-IV bekam, fiel ich hintenrüber.
Denn irgendwie hatte ich gedacht:
Wenn ich regemäßig zur Vorsorge gehe ist doch alles gut.

Mir war gar nicht richtig klar, dass auch ich mal einen auffälligen Abstrich haben könnte.

Denn kurze Zeit zuvor hatte meine Frauenärztin mir nach einem normalen Untersuchungstermin am Telefon mitgeteilt:
„Ihr Abstrich hat einen Pap-III ergeben, aber das ist nicht schlimm, kommen Sie einfach in 3 Monaten nochmal wieder, kein Problem.“

Ich habe mir gar nicht viel dabei gedacht, ich wusste nicht was ein Pap-Wert ist, was eigentlich genau bei dem Abstrich passiert und war völlig naiv.

Und das, obwohl ich mich schon seit Jahren mit Gesundheit, Körperlichen Symptomen und Psyche auseinandergesetzt hatte.
Ich hatte einen großen blinden Fleck, habe überhaupt nicht reagiert. Schlimm, denn ein Pap III ist noch recht einfach zu heilen, die Chancen sind ziemlich gross.

Ich möchte Dir gern helfen, Dich weiterzubilden, Dich animieren, Dich mit Deinem Körper und dem Zusammenspiel zwischen Körper und Psyche / Emotionen zu beschäftigen. Das ist enorm wichtig für die Gesundheit. Bestimmt hast Du schon einmal den Begriff Psychosomatik gehört.

Aber schau wie es weiterging – vielleicht findest Du Dich in der Geschichte wieder oder bekommst ein paar wertvolle Tipps.

Denn vielleicht bist Du nicht selbst erkrankt, jedoch jede Frau kennt mindestens eine andere, die schon einmal Probleme hatte.
Diese Krankheit bekommen auch sehr junge Frauen.

Schlechte Werte nach dem Abstrich beim Frauenarzt.
Der Pap-Wert, was ist das?

Das allerschlimmste war für mich, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte.
Ich wusste einfach nicht wovon meine Ärztin spricht – ich wurde jahrelang regelmäßig untersucht und wusste überhaupt nicht, worum es geht und was da untersucht werden soll.
Ich war tatsächlich ein richtiges Opfer.

Daher möchte ich gern aufklären:

Es fühlt sich so viel besser an, wenn Du GENAU weißt, was los ist und einen Plan hast.

Der Arzt der die Pap-Werte eingeführt hat

Ich fange erst mal mit dem „Entdecker“ der Zellabstriche an.

Ein griechischer Arzt, George Papanicolaou, hat 1928 eine Färbemethode für Zellabstriche entwickelt. Entzündete oder entartete Zellen kann man mit dieser Methode erkennen, da sie eine andere Farbe als gesunde Zellen aufweisen.

Das, was mit dieser Methode herausgefunden wird, teilt man dann in bestimmte Gruppen ein – diese Einteilung wird „Münchner Nomenklatur“ genannt.

Seit 2014 gibt es mal wieder eine Neue, die viel detaillierte ist als die alte Einteilung und seit Januar 2015 ist sie auch verbindlich, das heisst die alte wird nicht mehr verwendet. Ich nenne sie einfach Pap-Werte, andere sagen dazu Pap-Gruppenoder einfach nur Pap.

Früher gab es die Gruppen I bis V, in der neuen Münchner Nomenklatur III sind in diesen bereits bestehenden Gruppen weitere Untergruppen eingeführt. Die jeweils zugehörigen Buchstaben haben folgende Bedeutungen:

  • a = Auffälligkeit in der medizinischen Vorgeschichte der Patientin vorhanden (Anamnese)
  • p =Veränderung in den Deckzellen (Plattenepithel) g = Veränderung im Drüsengewebe (glandulär) e = Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) x = unklare Herkunft

Was ich hier noch betonen möchte: Ein auffälliges Ergebnis des Pap-Abstriches ist noch keine Krebsdiagnose!

„Für viele Veränderungen am Gebärmutterhals sind Entzündungen verantwortlich. Andere Befunde sind zunächst nur ein Hinweis darauf, dass das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöht ist, weil Krebsvorstufen vorliegen können. Was dahinter steckt, muss beobachtet oder, bei starkem Verdacht, mit anderen Untersuchungen weiter abgeklärt werden.“

  • Pap I
    Diesen, so Magret Madejsky in ihrem wundervollen Buch „Alchemilla“ (Goldmann Arkana, 7. Auflage 2000) haben eigentlich nur junge Mädchen oder Frauen vor dem ersten Geschlechtsverkehr
  • Pap II
    Dieser zeigt schon eine leichte, entzündliche Zellveränderung. Oft meldet sich der Arzt hier gar nicht zurück oder sagt Dir „Alles in Ordnung“. Da ich aus Erfahrung weiß, dass eine Veränderung immer ernst genommen werden sollte, würde ich ab Pap IIp schon vorbeugen und pflegen, bzw. reflektieren, für was die Veränderung symptomatisch stehen könnte. Meine Empfehlung ist, nach dem Abstrich immer das GENAUE Ergebnis zu erfragen.
  • Pap III
    Bei diesem Wert hatte meine Ärztin mich das erste Mal angerufen und mir gesagt, dass alles okay sei.
    Ich müsse nur häufiger zur Untersuchung kommen, aber es nichts dramatisches.
    Ab Pap III D – vor allem wenn er zum wiederholten Male auftritt, wird spätestens über eine Kolposkopie nachgedacht, auch über eine Konisation.
    Bei der Kolposkopie können größere Gewebeproben entnommen werden, um genauere Ergebnisse zu bekommen.
    Seit 2015 wird Pap IIID noch einmal untergliedert in Pap IIID1 und Pap IIID2, abhängig von der Schwere der Veränderungen. Es ist noch kein Krebs, aber das Risiko, dass sich das Gewebe zu einem Tumor verändert, ist vorhanden.
  • Pap IV
    Das ist nun schon sehr risikoreich und wird auch „in-situ-Karzinom“ genannt.
    Dies war der Punkt wo ich erneut einen Anruf bekam, nach dem zweiten Abstrich nach einigen Monaten.
    Das bedeutet im Klartext Verdacht auf Krebs im Frühstadium.
    Bei 7 von 10 Frauen findet sich hier bei der Biopsie eine Krebsvorstufe oder Krebs im Frühstadium.
    Die meisten Frauenärzte überweisen hier in eine Dysplasiesprechstunde (findet man im Google) oder zu einer Spezialklinik.
  • Pap V
    Auch bei Pap V wird zunächst eine Kolposkopie und/oder Biopsie gemacht.
    Die Wahrscheinlichkeit eines Tumors, der nicht mehr nur auf die Schleimhaut begrenzt ist, ist sehr hoch.
    Die Vorstufen von Krebs werden auch „schwere Dysplasien“ genannt.Aber nicht aus jeder Dysplasie wird auch Krebs! Auch dann nicht, wenn Papilloma-Viren gefunden werden. Bei der Konisation wird kegelförmig der betroffene Bereich vom Muttermund operativ entfernt – zu Sicherheit. Aber es gibt auch Möglichkeiten vorzubeugen oder die Zellgeneration anzuregen.

Was ich herausfand: Gebärmutterhalskrebs entsteht aber meistens nicht ganz so schnell.

Damit dies geschehen kann muss erst eine chronische Infektion vorliegen, was bedeutet, dass Dein Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert!
Denn es würde bei Ansteckung noch gute 15 Jahre dauern, bis aus der Infektion ein Zervixkarzinom, also Krebs, werden kann!
Die Gewebeveränderung, wie ich im Kapitel mit den Pap-Werten in meinem Buch erkläre, hat verschiedene Stufen und Stadien.

Auffälliger Befund am Gebärmutterhals – sofort eine Operation?

Ich musste wie ich schon erzählt hatte, 3 Monate später wieder zur Untersuchung.
Hatte noch die Stimme im Ohr: „Es ist nichts schlimmes, einfach Routine.“
Also ließ ich den Abstrich machen und ging beruhigt wieder nach Hause. 1 Woche später:

Diesmal rief sie wieder an, doch klang die Nachricht ganz anders:
„Leider ist es jetzt ein Pap-IV ich mache direkt einen Operationstermin, haben Sie einen Kalender zur Hand?“

Ich war natürlich ziemlich geschockt – ich sollte sofort in der gleichen Woche eine OP machen.
Doch das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, schon gar nicht ohne zu wissen was das alles überhaupt ist .

Ich fühlte mich total überrumpelt.

 

Schlechte Pap-Werte:
Welche Untersuchungen werden anschließend gemacht

Dann werden weitere Untersuchungen gemacht. Ich habe mich selbst schlau machen müssen, was genau das alles ist – denn es gibt viele Begriffe und beim Frauenarzt hat selten jemand Zeit, Dir die genauen Inhalte wiederzugeben. Da macht sich ganz schön Angst breit.

Die folgenden Untersuchungen, die man Frauen anbietet, die einen schlechten Abstrich haben, nennen sich:

  • Biopsie
  • Kolposkopie
  • Konisation

Im nächsten Blogartikel „Untersuchungsmethoden bei schlechten Pap-Werten“ werde ich genauer darauf eingehen.
Ich muss zugeben, dass ich keine dieser Untersuchungen außer der Biopsie selbst mitgemacht habe.
Meine Sorge, dass ich dann in den Strudel der schlechten Gefühle gerate, war zu groß.
Daher habe mich mit Meditationen, gesundem Essen, Enzymen und vielen ätherischen Ölen und Tees wieder gesund bekommen.

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Die wirkungsvollsten Methoden für Deine Vorsorge

Weil mich mein eigenes Erlebnis damals so nachhaltig mitgenommen hat, hatte ich beschlossen, ein Buch über meine Erfahrungen zu schreiben. Es ist jetzt als Ebook erhältlich und hat alles, was Du brauchst, um Impulse für die Vorsorge zu bekommen. Ich habe viel recherchiert und einen großen Rezeptteil aufgenommen. Außerdem ist mein eignes Protokoll enthalten: Was ich getan habe, um wieder einen Einser Pap zu bekommen.

Statistik:
Das Phänomen von Unterleibsbeschwerden bei uns Frauen ist generell erstaunlich hoch:

90 % der Frauen unserer Gesellschaft leiden an Menstruationsbeschwerden, jede 10te Frau an Endometriose, ein Drittel aller über 30 jährigen Frauen leidet an Myomen, jedes siebte Paar hat einen unerfüllten Kinderwunsch, 30 % der Frauen hatten noch keinen Orgasmus.

Laut Statistiken des Robert-Koch-Institutes erkrankten 2016 ca. 4.600 Frauen im Durchschnittsalter von 55 Jahren an Gebärmutterhalskrebs, 1.550 starben daran. Am häufigsten trifft es Frauen von 40-44 Jahren, Vorstufen findet man aber auch häufig bei 20-30jährigen Frauen. Ab 65 steigt das Risiko dann wieder. Er steht an siebter Stelle bei krebsbedingten Todesursachen von Frauen.

(Quelle: Robert-Koch-Institut, www.krebsdaten.de)

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