Vorsorge Gebärmutterhalskrebs – Was tun bei schlechten Pap-Werten?

 In Angst, Gebärmutterhalskrebs, Gesundheit, Körperbeschwerden verstehen, Krise als Chance

Vorsorge Gebärmutterhalskrebs – Was tun bei schlechten Pap-Werten

Schlechte Pap-Werte nach dem Abstrich beim Frauenarzt.
Der absolute Schock für jede Frau. Natürlich bin auch ich immer regelmäßig zum Frauenarzt gegangen.

Als ich vor vielen Jahren die „Diagnose“ Pap-IV bekam, fiel ich hintenrüber.
Denn irgendwie hatte ich gedacht:
Wenn ich regemäßig zur Vorsorge gehe ist doch alles gut.

Mir war gar nicht richtig klar, dass auch ich mal einen auffälligen Abstrich haben könnte.

Denn kurze Zeit zuvor hatte meine Frauenärztin mir nach einem normalen Untersuchungstermin am Telefon mitgeteilt:
„Ihr Abstrich hat einen Pap-III ergeben, aber das ist nicht schlimm, kommen Sie einfach in 3 Monaten nochmal wieder, kein Problem.“

Ich habe mir gar nicht viel dabei gedacht, ich wusste nicht was ein Pap-Wert ist, was eigentlich genau bei dem Abstrich passiert und war völlig naiv.

Und das, obwohl ich mich schon seit Jahren mit Gesundheit, Körperlichen Symptomen und Psyche auseinandergesetzt hatte.
Ich hatte einen großen blinden Fleck, habe überhaupt nicht reagiert. Schlimm, denn ein Pap III ist noch recht einfach zu heilen, die Chancen sind ziemlich gross.
Aber schau wie es weiterging – vielleicht findest Du Dich in der Geschichte wieder.

Was ist eine HPV-Infektion
Der Papilloma-Virus, der zu Gebärmutterhalskrebs führen kann?

Gebärmutterhalskrebs oder die Anzeichen dafür werden beim Abstrich beim Frauenarzt getestet.

Je nach Befunden der Pap-Werte (also in der Regel wenn die Werte nicht 100%ig gut sind),
machen viele Frauenärzte dann noch einen HPV-Test, da man davon ausgeht, dass der sogenannte Papillomavirus verantwortlich für Gebärmutterhalskrebs ist.

Neuerdings wird dieser Test auch für Frauen ab 30 Jahren empfohlen.
Bei jungen Frauen klingen die Infektionen häufig ab, ohne das Folgen entstehen – mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Folgeerkrankung.
Mach Dich nicht verrückt, wenn bei dir festgestellt wird, dass Du den HPV Virus hast – eine Infektion mit den Humanen Papillomviren.
So heißen sie nämlich korrekt.

Das bedeutet erst mal „nur“, dass Dein Immunsystem dem Virus noch nicht Paroli geboten hat.

Was ist das genau, Papilloma?

Diese Viren sind winzig kleine Teilchen, die eine Eiweißhülle haben. Sie haben einen eigenen Stoffwechsel, brauchen Dich aber als Mensch, also einen Wirt, ein Lebewesen, um sich zu vermehren. Human heißt er nicht weil er human ist, sondern weil er Menschen befällt! Es gibt verschiedene dieser Viren, und gefährlich ist für uns der Typ HPV16 sowie der HPV18. Man ist sich heute sicher, dass diese Viren and der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen beteiligt sind.

Gebärmutterhalskrebs entsteht aber nicht ganz so schnell:
Damit dies geschehen kann muss aber erst eine chronische Infektion vorliegen, was bedeutet, dass Dein Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert! Denn es würde bei Ansteckung noch gute 15 Jahre dauern, bis aus der Infektion ein Zervixkarzinom, also Krebs, werden kann! Die Gewebeveränderung, wie ich im Kapitel mit den Pap-Werten in meinem Buch erkläre, hat verschiedene Stufen und Stadien.

Auffälliger Befund am Gebärmutterhals – Ich habe Angst

Ich musste 3 Monate später wieder zur Untersuchung, ich war ganz entspannt.
Hatte noch die Stimme im Ohr: „Es ist nichts schlimmes, einfach Routine.“
Also ließ ich den Abstrich machen und ging beruhigt wieder nach Hause. 1 Woche später:

Diesmal rief sie wieder an, doch klang die Nachricht ganz anders:
„Leider ist es jetzt ein Pap-IV ich mache direkt einen Operationstermin, haben Sie einen Kalender zur Hand?“

Schlechte Ergebnisse nach dem Pap-Abstrich:
Ich hatte einfach nur Panik

Bäääm. In der Realität gelandet. Sollte das ein schlechter Scherz sein? Das war also die Harmlosigkeit? Eine OP?

Ich war erst geschockt, verwirrt, dann ärgerlich. Wieso hatte sie mir nicht eher gesagt, was das Ganze bedeutet?
Und warum konnte sich das so plötzlich verändern, wenn sie 3 Monate vorher noch gesagt hatte, ich solle mir keine Sorgen machen??

Ich war richtig wütend und hatte unheimlich viel Angst – hatte ich jetzt Krebs?
Da ich mich ungern überfahren lasse, sagte ich ihr am Telefon, ich hätte jetzt keinen Kalender und würde mich melden wegen eines Op-Termins.
Statt den Kalender zu suchen, setzte ich mich an meinen Rechner und fing an zu recherchieren.

Das konnte ja wohl nicht wahr sein! Warum hatte sie mir beim ersten schlechten Abstrich nicht genau gesagt, was los war?
Und noch schlimmer: Warum hatte ich überhaupt nicht reagiert, denn mit Pap II oder III war noch richtig viel zu machen!
Pap IV war dagegen angeblich irreparabel. Ich war verzweifelt und sauer auf mich selbst, denn das Internet sagte mir: zu spät.

Klar hätte ich mich vorher informieren können, ich muss allerdings sagen, der Stress mit meinem Freund hatte ohnehin dazu geführt,
dass ich viele Dinge ausgeblendet hatte. Ich war total abhängig von ihm, emotional, hatte anfangen bei ihm zu arbeiten.
Er war schwerer Alkoholiker, hatte Allüren meines Stiefvaters wenn auch nicht narzisstisch, so ging er doch fremd und log.
Fuhr betrunken Auto, versteckte seine leeren Flaschen in der ganzen Wohnung, verschlief die Abfahrt zum Urlaub und so weiter.

Ich war wie mit dem Holzhammer geweckt, knallwach.

Ich konnte und wollte nicht glauben, dass dies eine Sackgasse sein sollte, an deren Ende eine Konisation oder Gebärmutterentfernung stand.
Ich änderte meine „Such-Strategie“ und fing an nach positiven Ergebnissen zu fahnden, also, wo Frauen es geschafft hatten,
mit Pap IV noch die Kurve zu bekommen OHNE Konisation. Denn ein Stück von mir abschneiden zu lassen konnte ich mir bis dato nicht vorstellen.

Krebsvorsorge und Gesundheit:
Schau Dir Menschen an, die es geschafft haben, suche Dir positive Beispiel im Leben

Dann endlich Wochen später nach fusseliger Kleinarbeit im Netz:Ich wurde fündig:
Ich fand genau eine Frau, die es mit verschiedenen Methoden
(Bewusstseinsarbeit, Stressverringerung, Ernährung und Scheidenzäpfchen bzw. getränkten Tampons) geschafft hatte,
die Konisation zu umgehen.

Und ich war sicher: wenn eine es geschafft, dann schaffe ich es auch.
Nach und nach stieß ich auf immer mehr Tipps und Hinweise,
was ein Gebärmutterhals gern mag und was überhaupt nicht und wie man die Schleimhaut pflegen kann,
wie veränderte Zellen sich wieder regenerieren können.

Ich suchte mir unendlich viele Rezepte, versuchte, probierte, recherchierte weiter.

Schlechter Pap-Wert durch Stress:
Woran es liegen kann, dass Dein Abstrich auffällig ist

Rückblickend und mit mehr Wissen wurde mir so vieles klar:
Ich war viel zu gestresst, beruflich unausgegoren und viel zu eingespannt.
Alleinerziehend, allein die Tatsache, ganz allein verantwortlich zu sein, Beruf und Erziehung alleine zu meistern,
ist für jede Frau schon eine Herausforderung.

Und ein wichtiger Punkt:
Ich war 1 ½ Jahre mit einem schweren Alkoholiker zusammen gewesen, der zwar nach außen angesehener Unternehmer war,
aber nach Feierabend mehr als 1 Flasche Wein trank. Mein Thema daran war einmal die emotionale Abhängigkeit,
ich verbog mich und redete mir alles schön. Ich hatte oft Sex, obwohl ich eigentlich gar nicht wollte.
Ich machte Dinge, die ich nicht wirklich schlimm fand, die mir aber auch nicht wirklich gefielen.

Ich sagte nichts.
Ich sagte zu lange nichts.

Zum anderen stand ich ständig unter Stress durch sein Verhalten und meine Reaktionen darauf.

Dazu kam auch gemeinsames übertriebenes Trinken.
Dieses Gesamtpaket brachte mich in einen unglaublich schlechten körperlichen und emotionalen Zustand.
Auch hatte ich seit einiger Zeit extrem starken, wässrigen Ausfluss, der mir hätte zu denken geben sollen.
Aber da mein Frauenarzt mich immer wieder beruhigte und ich damals gut im Verdrängen war, kam ich gar nicht auf den Gedanken:

 

Dein Körper hat Dir etwas SEHR WICHTIGES mitzuteilen:
Wie geht es Dir mit Deiner Weiblichkeit?

Bei mir hat es ca. 3 Jahre gedauert, bis meine Gebärmutter wieder in einem guten Zustand war
und ich habe ehrlicherweise viele Frauenärzte aufgesucht, da keiner bereit war, den Weg mitzugehen.

Und da ich der Überzeugung bin: Wer suchet, der findet, und ein Arzt, der weiß, dass Du mal etwas hattest,
ganz oft davon überzeugt ist, wieder etwas zu finden, habe ich gewechselt. Ich habe mich regelmäßig untersuchen lassen,
um sicher zu sein, dass es kein V-er Abstrich wird. Das ist glücklicherweise nie passiert –
nach den 3 Jahren und einer Odyssee war ich auf II, da ist es bis heute.

Ich möchte Dich auf KEINEN FALL ermutigen, das genauso zu machen,
denn mein Vorgehen war schon ein wenig waghalsig.

Gebärmutterhalskrebs und schlechte PAP-Abstriche:
Achte auf Deinen Körper und informiere Dich rechtzeitig

Ich wünsche mir aber, dass Du aufgeklärt und wach bist und weißt,
was Dir gut tut und was Dir schadet, dass Du auf Dich und Dein Gefühl hören kannst und für Dich sorgst.
Dass Du Dich traust, für Dich und Deine Bedürfnisse einzustehen!

Ich wünsche mir, dass Du die Wahl hast, Dich für oder gegen etwas zu entscheiden,
abzulehnen, was Dir und Deinem Körper schaden kann. Oder Dich bewusst dafür zu entscheiden.
Denn so bist Du kein Opfer, so kannst Du die Verantwortung für Dich übernehmen und fühlst Dich nicht hilflos.

Nur durch Aufklärung und Wissen und die Weitergabe von Wissen können wir Frauen uns gesund erhalten.

Gebärmutterhalskrebs oder schlechte Pap-Werte: Welche Fragen solltest Du Dir stellen hinsichtlich Deiner Emotionen,
Deiner Weiblichkeit

Ich möchte Dich ermutigen ehrlich zu Dir zu sein, auf Deinen Körper zu achten, aber ebenso auf Deinen Gemütszustand.

  • Wie geht es Dir, wie geht es Dir gerade wirklich?
  • Bist Du ehrlich zu Dir?
  • Bist Du glücklich, vor allem auch in Deiner Beziehung zu Männern?
  • Zu Deiner Familie? Nimmst Du Dir genug Zeit für Dich?
  • Hast Du eine Arbeit, die Du liebst?
  • Sagst Du was Du willst und was Du brauchst?
  • Vertraust Du zutiefst Dir selbst und dem Leben?
  • Weißt Du, was Dein Körper Dir sagen möchte?

Fazit

Wie schon gesagt: Gebärmutterhalskrebs ist gefährlich.
Ich möchte Dich auf KEINEN FALL ermutigen, das genauso zu machen,
denn mein Vorgehen war schon ein wenig waghalsig.

Dennoch möchte ich Dir mit meiner Geschichte sagen, dass es Lösungen gibt im Leben, oft ist mehr möglich als Du denkst.
Und auch wenn Du nicht so mutig bist wie ich – jede hat ihren eigenen Weg.
Du den Deinen, der ebenso richtig ist wie jeder andere Weg.

Wenn Du all die Dinge, die zu veränderten Zellen im Gebärmutterhals führen können kennst,
also VORBEUGST oder in einem frühen Stadium einige gute Methoden anwendest,
dann hast Du gute Chancen, Deine Gebärmutter zu behalten.

Wenn Du  mehr über die Untersuchungen beim Frauenarzt wissen möchtest, über die OPs,
was Du machen kannst, wenn DU schlechte Pap-Werte hast, also einen schlechten Abstrich bzw. Veränderungen am
Gewebe, dann schau gern wieder hier rein und lies den nächsten Blogartikel zum Thema „Gebärmutterhalskrebs vorbeugen“.

Alles Gute und bleib gesund,

Deine Michelle

Bild © Stockunlimited

Möchtest Du mehr wissen? Lies mein Buch:

Gebärmutterhalskrebs vorbeugen. Erfahrungen, Tipps, Rezepte.

Statistik:
Das Phänomen von Unterleibsbeschwerden bei uns Frauen ist generell erstaunlich hoch:

90 % der Frauen unserer Gesellschaft leiden an Menstruationsbeschwerden, jede 10te Frau an Endometriose, ein Drittel aller über 30 jährigen Frauen leidet an Myomen, jedes siebte Paar hat einen unerfüllten Kinderwunsch, 30 % der Frauen hatten noch keinen Orgasmus.

Laut Statistiken des Robert-Koch-Institutes erkrankten 2016 ca. 4.600 Frauen im Durchschnittsalter von 55 Jahren an Gebärmutterhalskrebs, 1.550 starben daran. Am häufigsten trifft es Frauen von 40-44 Jahren, Vorstufen findet man aber auch häufig bei 20-30jährigen Frauen. Ab 65 steigt das Risiko dann wieder. Er steht an siebter Stelle bei krebsbedingten Todesursachen von Frauen.

(Quelle: Robert-Koch-Institut, www.krebsdaten.de)

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