In Gefühle

 In den letzten Wochen und Monaten habe ich mein Leben ziemlich verändert. Veränderungen bringen es mit sich, dass neue Dinge ins Leben treten. Für Neues brauche ich immer eine Portion Mut – denn Neues bringt Unsicherheit mit sich. Mögliche Fehler, ein Gehen in die falsche Richtung.

Was mir diesmal wirklich extrem auffiel: Alles was ich anfasste erschien mir nicht gut genug. Dieser Text war nicht eloquent, der Kurs nicht schön gestaltet und im Ton meine Stimme nicht flüssig. Ich hatte mich ein wenig zu einem Eigen-Nörgler entwickelt, und zwar so extrem, dass mein Umfeld wohl schon leicht genervt war.

Dachte ich mir heute echt „Michelle, was treibst Du da mit Dir?? Wie redest Du mit Dir selbst?“ Ich habe mich gefragt, was denn Auslöser dieser extremen Selbstkritik war – was war denn da los mit dem Selbstwert, mit der Selbstliebe.

 

Die lieben Glaubenssätze


Tief in meinem Unterbewusstsein schlummerten noch gut gehortete Glaubenssätze – oft gedachte Gedanken. Die hatte ich mir noch schön für eine Zeit wie diese aufbewahrt....
Die Glaubenssätze sind das Gegenteil der „Rosaroten Brille“. Du siehst nicht die Tatsachen, nicht die Wahrheit, sondern siehst alles in Deinem Leben so, wie es Dir beigebracht wurde. Der innere Kritiker – zu dem ich eine kleine Meditation auf Youtube veröffentlich habe – spricht mit der Stimme der Eltern oder eines ehemaligen Lehrers.
Auch wenn die Situation, in der Du bloßgestellt wurdest oder kritisiert vom logischen Verstand her gar nicht soooo schlimm war: Es hat sich doch in Deinem Unterbewusstsein festgesetzt. Und Dein Unterbewusstsein sorgt für Dich, indem es Dich vor ähnlichen Situationen bewahren will:
„Tu das nicht! Es wird wieder so schlimm wie damals!!“
Je stärker die Gefühle waren, die mit dieser Situation verknüpft sind, desto heftiger die Emotionen (Interpretation des Ganzen) und die Verdrängung. Desto stabiler der Glaubenssatz und desto grösser die Angst, das sichere Feld zu verlassen.
Hast Du Dir schon einmal überlegt, was Du alles an Dir ablehnst? Gefühle, Gedanken, Körper, … da gibt es bestimmt eine lange Liste mit Unterthemen....

Finde Dich jetzt gut – statt ewig zu suchen!


Aber wenn das alles nicht wahr ist, sondern nur Glaubenssätze – ist es dann nicht Unsinn, sich selbst als ungenügend abzustempeln?
Sich immer wieder schlecht zu reden?
Sich nicht schön genug zu finden?
Sich nicht zu erlauben, die Dinge zu tun, die sich richtig und gut anfühlen, aus Angst zu versagen?
Wer sagt denn, dass ich mich nicht genau jetzt richtig toll finden darf? Und das geht nur, wenn ich jetzt und hier fühle und erlaube, so sein wie ich bin, statt in der Zukunft nach dem perfekten Ich zu suchen. Aber wie?

Hätte, könnte, sollte...


Das sind wohl die Dinge, die wir am Ende unseres Lebens am meisten bereuen. Mag sein es gibt Dinge, die wir lieber nicht getan hätten, aber ebenso genügend Sachen, für die wir nicht den Mumm hatten. Aber das Leben ist nunmal irgendwann zu Ende – und dann lässt sich nicht mehr aufschieben, was Du schon immer tun wolltest. Was hält Dich also davon ab??

 

Deine Ängste - Deine Gefühle ...


Schon oft habe ich über Vergleiche geschrieben – mach Dir bitte klar, dass wir Menschen alle ähnlich ticken! Wir alle haben ab und an Ängste, wie alle fühlen uns von Zeit zu Zeit schlecht, wir alle haben Zweifel. Wir, die erfolgreichen und wir, die erfolglosen Menschen.

Der Trick ist, dass es gar nicht darum geht, nie wieder Angst zu haben oder sich immer gut zu fühlen. Denn Du bist perfekt so wie Du bist. MIT Angst. MIT Zweifeln. MIT Minderwertigkeitsgefühlen.
Du musst nichts anders machen oder besonders gut werden. Es ist alles okay. Es gibt nur einen Trick – hör auf etwas wegmachen zu wollen. Du bist nicht erst toll, wenn du diese Gefühle nicht mehr hast, Du bist JETZT toll.
Ich vermute, dass die wenigsten von uns gelernt haben, sich den unschöneren Gefühlen wirklich zu stellen. Und für den finanziellen Erfolg einiger Unternehmen ist es auch profitabler, Dir etwas zu geben, was die Gefühle kompensiert, statt Dir zu sagen, dass Du okay bist. Werbung manipuliert permanent mit Mangeldenken! Mit Ängsten! Die Kirche manipuliert mit Mangeldenken!
Aber das ist alles nicht die Wahrheit.
Eine Sicherheit wirst Du nie bekommen. Wir leben in einer Polarität, und diese Gefühle und diese Unsicherheiten können immer wieder auftauchen. Du kannst aber lernen, damit umzugehen. Du kannst lernen, die Gefühle immer mehr zu integrieren, statt sie wegmachen zu wollen. Dadurch werden sie automatisch weniger bedrohlich, denn Du blickst ihnen ins Auge. Du kennst sie dann. Der Trick ist, diesen Gefühlen ganz wach zu begegnen, Auge in Auge, um sie zu erforschen. Und was ich erforscht habe, macht in der Regel keine Angst.

 

Die Ausreden


Hast Du auch Ausreden, Deine Forschertätigkeit im Keim zu ersticken? Die häufigsten Ausreden sind die lieben Umstände. Es ist aber immer irgendwas. Erst hat das Kind Theater gemacht, dann war der Chef unmöglich. Ausserdem ist ja gerade Winter und wenig Licht. Da bin ich einfach nicht in der Lage zu Persönlichkeitsentwicklung. Der richtige Moment wird schon kommen. Wird er? Nein, eben nicht. Nicht, solange Du Dich nicht dafür entscheidest. Denn die Verantwortung, ins Handeln zu kommen liegt bei Dir.

Nicht ins Handeln, um Deinen Perfektionismuswahn zu bedienen, sondern um Deine Schwächen lieben zu lernen. Die Stiefkind-Gefühle.

Dann kannst Du nämlich tun was Du willst, weil Du Dich TROTZ der Gefühle wohl fühlen kannst. Weil Du dennoch glücklich sein kannst. Lebendig sein kannst. Erfolgserlebnisse wirst Du nur haben, wenn Du etwas machst, was Dich aus den Gefühlen der Vermeidung herausbringt.

 

Der Weg


Der Weg ist einer, der nicht endet. Der Weg, Dich selbst kennenzulernen. Auf diesem Weg gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zu einem guten Selbstwert zu gelangen:

#01 Forschen
Lerne Dich besser kennen. Erforsche Dein Unterbewusstsein. Was sind Deine Werte, Deine Stärken, was macht Dir Freude, Deine Sehnsüchte. Wie bist Du motiviert? Extrinsisch oder intrinsisch? Darüber werde ich einen eigenen Artikel erstellen, da dies ein ganz wichtiger Punkt ist für Deinen Selbstwert.

#02 Herausforderungen
Nimm Herausforderungen an, geht ihnen nicht aus dem Weg. Setze Dir kleine Aufgaben, die Du angehst. Nimm Dir nicht zuviel auf einmal vor, sondern geh kleine Schritte, die Dir Erfolgserlebnisse vermitteln statt Dich zu frustrieren.

#03 Verantwortung
Darüber habe ich schon oft geschrieben! Du bist kein Opfer – nur DU kannst etwas verändern. Und Du musst die Veränderung sein, die Du fühlen willst. Du musst Dich toll finden, bedingungslos.

#04 Loslassen
Nimm die Vergangenheit an wie sie ist, ohne Dich als Opfer zu fühlen. Es ist vorbei. Jeder Tag ist ein Neuanfang, eine neue Chance. Du kannst Dich in jeder Minute neu erfinden. Schreib Deine Geschichte neu.

#05 Gewohnheiten und Rituale
Sie können Dir sehr viel Kraft und Sicherheit geben. Denn durch Gewohnheiten hast Du einen festen Rahmen, in dem Du nicht ständig Entscheidungen treffen musst. Dadurch kannst Du Ziele besser erreichen, die Dir Erfolgserlebnisse bringen. Dein Unterbewusstsein geht konsequent gegen Veränderungen an, Rituale aber verankern sich in Dir.

#06 Deine echten Gefühle
Kennst Du Deine Gefühle? Viele Gefühle verdrängen wir – ein reiner Schutzmechanismus. Ich habe es oben schon erwähnt. Nur wenn wir diese Gefühle verdrängen haben sie die Eigenschaft, sich anders Gehör zu verschaffen! Zum Beispiel drücken sie sich gern in Krankheiten aus.

#07 Innere Stimme
Neben dem erlernen, wie Du Dich fühlst und wie Du zu angenehmeren Gefühlen finden kannst, sollest Du trainieren, Deine Innere Stimme zu hören. Das gibt große Sicherheit. Denn wenn Du Dein Instrument der Wahrheit immer bei Dir hast, bist Du von nichts und niemand abhängig.

#08 Mach Fehler
Und da wir nicht immer die Innere Stimme hören können oder wollen und das Leben eine Konstante Entwicklung ist, mach Fehler! Und liebe Dich mit den Fehlern. Nur so kannst Du erkennen, was dir wichtig ist, was Du liebst, wo Du wirklich wirklich hin willst. Ein Kontrast, den Du erlebst, der zeigt Dir immer glasklar, was Dir gefällt und was nicht. Und da geht es weiter!

Nicht ins Handeln, um Deinen Perfektionismuswahn zu bedienen, sondern um Deine Schwächen lieben zu lernen. Die Stiefkind-Gefühle.

Dann kannst Du nämlich tun was Du willst, weil Du Dich TROTZ der Gefühle wohl fühlen kannst. Weil Du dennoch glücklich sein kannst. Lebendig sein kannst. Erfolgserlebnisse wirst Du nur haben, wenn Du etwas machst, was Dich aus den Gefühlen der Vermeidung herausbringt.

 

 

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