In Gefühle

Neid macht Dich arm. Gewagte These? Wenn man den Neid näher Betracht, und worauf er begründet ist, zeigt sich: Neid ist zumeist ein Gefühl, dass Dir deutlich macht, dass Du mindestens das gleiche besitzen oder fühlen möchtest wie die Person, die Du beneidest. Viele unterscheiden hier noch zwischen konstruktivem und destruktivem Neid. Neid ist kein schönes Gefühl – und jeder ist wohl eher bestrebt, Neid nicht haben zu wollen.

Der erste lässt Dich wünschen, das gleiche zu besitzen – der zweite möchte, dass der andere, den Du beneidest, seinen Besitz verliert. Beide machen aber etwas ganz bestimmtes mit Dir: Das Gefühl, dass Du im Mangel bist.

Was ist Neid überhaupt genau? Etwas haben wollen, was jemand anderer besitzt

Stell Dir vor, Du wohnst in einer mittelmäßigen Wohnung und wirst von einer relativ erfolgreichen Freundin eingeladen. Du fährst mit Deinem Wagen in ihre Straße – dort findest Du keine Mietwohnungen vor, sondern hübschen Eigenheime. Sie hat einen Carport, wo du ihren tollen Neuwagen siehst. Du parkst Deinen in die Jahre gekommenen Wagen an der Straße und fühlst Dich schon etwas unwohl. Als Du das Haus betrittst, ist es endgültig soweit: Der Neid nagt an Dir. Sie hat vieles, was Du Dir schon lange wünscht, aber nicht leisten kannst. Sie wohnt so, wie Du auch gern wohnen würdest. Sie ist so eingerichtet, wie Du es Dir schon lange erträumt hast. Nur hat es nie funktioniert. Während Eures Abendessens kannst Du überhaupt nicht mehr das Essen und die Unterhaltung genießen, weil sich ein bestimmtes Gefühl permanent in den Vordergrund drängt – der Neid.  Und Du fühlst Dich diesem Gefühl hilflos ausgeliefert. So sehr, dass Du anfängst, diese Freundin innerlich schlecht zu machen. Dass sie dafür schlechte Charakterzüge hat, vielleicht betrügt sie ihren Mann oder ist eine Zicke.  Oder Du versuchst Dir zumindest einzureden, dass Du all diese Dinge nicht nötig hast, und auch so gut zurechtkommst. Du stehst über diesen Dingen. Aber stimmt das?

Beides – das Schlechtmachen und das „Rosa-Soße-drübergießen“ sind Schutzmechanismen und weitere Gefühle, die den Neid überlagen. Sie machen es später häufig schwer, den Neid unter den Schutzgefühlen zu entdecken. Außerdem ist Neid verpönt, er ist ein Gefühl, dass niemand gern zugibt. Also machen wir lieber den Deckel drauf.

Solange Du der Freundin alles von Herzen gönnen kannst und weißt, dass Du selbst auch alles hast was Du brauchst um glücklich zu sein, ist die Welt in Ordnung. Sobald aber das Gefühl Neid Dich aufmerksam macht, dass Dein Denken in eine Richtung des Mangels geht („Ich selbst habe nicht genug“) solltest Du aufmerken.  Und Dich mit dem Gefühl beschäftigen.

Ein Unglück komt selten allein  oder auch: Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen.

Dieses vielleicht etwas vulgäre Sprichwort ist eine herrlich deutliche Metapher für das Gesetz der Anziehung. Das Gesetzt besagt, dass Du anziehst, was Du ausstrahlst. Was nichts anderes bedeutet, dass Deine Schwingungen verantwortlich für Deine Manifestationen sind.

Deine Schwingung ist Dein Magnet

Was ist Deine Schwingung? Deine Schwingung, das ist im Grunde das, was Du fühlst. Deine Gefühle bringen Dich in eine bestimmte Schwingung – machen die Energie aus, die Dich erfüllt. Deine Manifestationen sind alles, wirklich alles, was um Dich herum ist. Alles was Du besitzt, was um Dich herum existiert, auch Deine Beziehungen zu anderen Menschen.

Was hat Dein Unterbewusstsein mit schlechten Gefühlen zu tun?

Natürlich suchst Du nicht extra nach Dingen und Situationen die Dich unglücklich machen.
Das bedeutet, dass diese Manifestationen zumeist unterbewusst ablaufen. Sie entstehen aus verdrängten Gefühlen. Wenn Du Neid als schlecht ansiehst, wirst Du ihn vermeiden. Gefühle wie Neid, die verpönt sind, die zu schmerzhaft sind, auf die wir eben einen Deckel gepackt haben, als Schutz.

Du hast nicht extra wenig Geld und schon gar nicht suchst Du Dir willentlich eine schlechte Beziehung. Und doch bist Du es, der all dies anzieht – im Guten wie im Schlechten. Durch Deine Schwingung. Und diese Schwingung, von der so viele Menschen reden, ist nichts anderes als Deine Gefühle. Fühlst Du Neid aus einem Mangelgefühl heraus, ziehst Du also immer wieder Situationen an, die Dir dies spiegeln. Oder anderes ausgedrückt: Wenn Du dauerhaft Nicht-Haben fühlst, bekommt Du genau dies: Etwas nicht zu haben.

Gefühle entstehen aus Deiner Gedankenwelt und aus Erfahrungen

Ein Gefühl von Neid entwickelt sich aus einem immer wiederkehrenden Gedanken. Du machst eine schmerzhafte Erfahrung, ziehst eine Schlussfolgerung und fängst an, diesen Gedanken immer öfter zu denken. Dieser Gedanke wird so oft gedacht, bis daraus ein Glaubenssatz wird, denn nichts anderes sind Glaubenssätze.

Was sind eigentlich Glaubenssätze

Häufig gedachte Gedanken, Denk-Gewohnheiten. Sie laufen so automatisch ab, dass Du es nicht bemerkst. Daher sind sie unbewusst und daher ist es auch so wichtig, mit Deinem Unterbewusstsein kommunizieren zu können. Denn schädlich sind negative Gefühle nur, wenn sie nicht beachtet werden, wenn sie unterdrückt werden. Das Unterdrücken bringt genau das Gegenteil von dem, was Du mit dem Unterdrücken bezweckst.

Der andere hat es, ich habe es nicht. Der andere ist in der Fülle, ich bin im Mangel. Dazu gesellen sich dann später noch andere Glaubenssätze: Ich kann es nicht erreichen, es ist ungerecht, ich schaffe das nicht, immer gibt es zuwenig und so weiter, bis eine richtige dicke Decke entsteht, unter der Du Dich kaum noch frei bewegen kannst. Du bist wie erschlagen von Gefühlen.

Gefühle sind also nicht einfach da, es ist keine Tatsache, dass die Freundin mehr hat, es ist keine Tatsache, dass Du ein neidvoller Mensch bist. Ebensowenig ist es eine Tatsache, dass Du im Mangel bist – das ist lediglich eine Interpretation von Dir und der Situation mit der Freundin. Solange Du darunter leidest, dass Du dieses Gefühl hast, kannst Du Dich nicht daraus lösen.

 

Den Neid „einfach loslassen“ ist gar nicht so schwer

Die Loslösung kann erst geschehen, wenn Du erkennst, dass Du nicht neidisch bist, dass Du nicht im Mangel bist, sondern dass dies Gefühle sind. Das Gefühl Neid ist kein Seinszustand, ist nicht etwas was Deine Identität aus macht. Die Loslösung geschieht erst, wenn Du Dir bewusst machst, wie Du Dich ganz ehrlich fühlst, den Neid annimmst und Dir auch überlegst, wie Du Dich denn stattdessen fühlen möchtest. Wie geht es Dir jetzt gerade? Eine Frage, die Du Dir immer wieder stellen solltest und immer wieder ehrlich beantworten.

Gefühle, die Du neutral betrachten kannst, ohne die Geschichte mit denen verbunden sind, die zwar in der bestimmten Situation ausgelöst wurden, aber nicht mit Dir identifiziert sind. Solange Du auf diese Gefühle reagierst und versuchst sie zu bekämpfen, halten sie sich hartnäckig. Solange Du Dich gegen diese vermeintlichen Tatsachen und Ideen zu Wehr setzt, kannst Du sich nicht als reines Gefühl annehmen.

Die Anstrengung und das Kämpfen hören in dem Moment auf, wo Du Gefühle wie Neid als das erkennen kannst, was sie sind: Einfach Gefühle und keine gegebene Tatsache.

Neid in 5 einfachen Schritten transformieren

5 einfache Schritte die Dir helfen, sofort Deinen Neid loszulassen

#1 Frage Dich regelmäßig, wie es Dir jetzt gerade geht und beanworte diese Frage ehrlich

#2 Frage Dich ob es wirklich, wirklich  der Wahrheit entspricht,  was Du gerade denkst. Glaubst Du Deinen Gedanken

#3 Wo ist dies Gefühl in Deinem Körper? Nimm es an, öffne Dich dafür und sage ja dazu. Nimm es an, ohne die dazugehörige Geschichte immer wieder zu erzählen.

#4 Sei dankbar für die Dinge, die Du schon hast. Schreib abends vor dem Schlafen eine Liste mit Dingen, die schon hast, die Dich glücklich machen.

#5 Wenn Du keine Dankbarkeit spürst bremst Du die Fülle in Deinem Leben aus. Es gibt immer etwas für das Du dankbar sein kannst! Bring Dich bewusst, oft in dieses Gefühl.  

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