michelle amecke

Sytemische Beratung. Herzbefreiung.

April 20, 2017
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Funktionierst Du „nicht richtig“?

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Vielleicht ist hier dein Inneres Kind am Werk…

Verhälst du dich auch manchmal so richtig peinlich, machst oder sagst Dinge im Affekt, die du dann bereust und mit klarem Kopf so nie tun würdest? Dann ist vielleicht dieses Innere Kind am Werk 😉

Was oder wer genau das ist?

Eigentlich ist das innere Kind eher eine Art Metapher für verdrängte Gefühle und Anteile ins uns. Wir haben alle das Bestreben, uns zu schützen – und wir haben fast alle gelernt, uns vor bestimmten unangenehmen Gefühlen zu schützen. Das sind vor allem Unbehagen, Schmerz, Furcht, Angst, Einsamkeit, Verzweiflung.

Oder wir hatten als Kind das Gefühl, dass wir nicht in Ordnung sind wie wir sind. Wenn ich Schmerzen habe, und ein Elternteil sagt „Indianer kennen keinen Schmerz“ wird mit indirekt vermittelt, dass meine Gefühle nicht in Ordnung sind. Möglicherweise, um zu gefallen, um zugehörig zu sein, werde ich zukünftig das Gefühl unterdrücken.

Wir lassen die Gefühle nicht zu, verdrängen sie auf unterschiedlichste Art und Weise, vielleicht durch andere Gefühle wie Wut und Hass, vielleicht durch Drogen, Alkohol oder Essen.

Unpraktischerweise verschwinden diese Gefühle ja nicht wirklich.

Im Gegenteil: paradoxerweise sorgen wir dafür, dass dadurch, dass wir keine Verantwortung für sie übernehmen, sie uns ein Leben lang begleiten. Und schiessen dann hervor, wenn wir in gefühlsmässig knifflige Situationen geraten…

Es spielt überhaupt keine Rolle, ob wir 20, 30, 50 oder 80 Jahre alt sind. Diese jüngeren Anteile, das „innnere Kind“ in uns lebt weiter. Jedes Lebensalter lebt in uns weiter, alles existier weiter in uns, in unserem Bewusstsein, in der Erinnerung. Auch in unserem Körperbewusstsein.

Das „innere Kind“, die verdrängten Anteile, haben nun aber leider die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich immer wieder zu Wort melden.
Die Angst verlassen zu werden, Trotzreaktionen, die Angst vor Demütigung…

Als Verhalten im Erwachsenenalter kann dies dann so aussehen, dass wir ständig Bestätigung von anderen brauchen, um uns wohl zu fühlen – zum Beispiel Zuneigung, Sex, wir werden alles tun, um dem anderen zu gefallen. Ein Übermass an Anpassung.

Ein anderes mögliches Verhaltensmuster könnten Kontrollversuche und Manipulation sein. Anderen Schuldgefühle bereiten, mit Liebesentzug strafen, Moralpredigten, und so weiter. Diese Verhaltensweisen dienen dazu sich zu beweisen, dass andere einen lieben.
Immer wenn eine Angst von aussen, vom Partner, vom Chef oder auch einfach dem Menschen an der Kasse vor mir aktiviert wird, dann tritt das innere Kind mit Widerstand auf den Plan. Unser Verhalten entgleist möglicherweise.

Solche Verhaltensmuster entstehen aus einer Art einsamen Verzweiflung, Verängstigung. Immer, wenn wir das Gefühl haben, unsere Gefühle übermannen uns, wir haben keine Kontrolle über unser Verhalten, rutschen immer in ähnliche Verhaltensmuster die letztlich destruktiv sind und unsere Beziehungen zur Aussenwelt erschweren, dann können wir davon ausgehen, dass hier unser „inneres Kind“ massive Bedürfnisse äussert.

Das liest sich möglicherweise erschreckend, wer will schon einen solchen Störenfried in sich haben – wir müssen aber begreifen, dass die sogenannten inneren Kinder nicht wirklich furchtbar sind. Die inneren Kinder haben sich so entwickelt, weil sie verlassen wurden, vernachlässigt wurden. Weil wir mit den Anteilen ins uns, die in früherer Zeit nicht von der Umwelt akzeptiert wurden, nichts zu tun haben wollten.

Alles was innere Kinder sich wünschen, ist, dazu gehören zu dürfen. Liebe zu bekommen, zugehörig sein zu dürfen. Gefühle möchten gefühlt werden und einen Raum bekommen. Letztlich geht es immer um Liebe. Bedingungslose Liebe uns selbst gegenüber.

Was man nun tun kann, um sich diesen Anteilen wieder zu nähern, erzähle ich beim nächsten Mal…

Herzlich,
Michelle

März 18, 2015
nach Michelle
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„Du bist so willkommen wie die Blume im Mai“

 

Schön, dass Du hier bist… der Blog wird gerade neu erstellt. Besuche doch so lange gern meine Instagram – Seite 🙂

 

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